Klimaplattform · Arbeitsstand
Jeder verbreitete Einwand zum menschengemachten Klimawandel ist hier ein Einstieg — und führt zur schlagenden, peer-reviewten Widerlegung. Politisch neutral bei der Handlung, unbestechlich bei der Wissenschaft.
Öffentlich weiterhin stark verbreitet (8-Länder-Umfrage: 12–47 % Zustimmung) — und mit den klarsten Aha-Zahlen und der besten Visualisierbarkeit.
„Es wird doch gar nicht mehr wärmer — die Erwärmung pausiert.“
„Das Klima ändert sich schon immer — die Sonne ist schuld, nicht der Mensch.“
„Der Mensch macht doch nur 3–4 % vom CO₂ — der Rest ist Natur.“
„Die Wissenschaftler sind sich doch selbst nicht einig.“
„CO₂ ist doch Pflanzennahrung — mehr davon macht die Welt grüner.“
„In den 70ern sagten sie eine Eiszeit voraus — die Wissenschaft lag schon oft falsch.“
Der moderne Kampfplatz: nicht „ob“, sondern „nicht wir / nicht jetzt / nicht so / zu spät“. Die Wachstumskante der Fehlinformation.
„China und Indien machen ja auch nichts — unser Beitrag ist vernachlässigbar.“
„Klimaschutz ist zu teuer und schadet der Wirtschaft.“
„Technologie regelt das schon — CO₂-Abscheidung, irgendeine Erfindung.“
„Es ist ohnehin zu spät — jede Anstrengung ist sinnlos.“
„Das ist Sache jedes Einzelnen — schau auf deinen eigenen CO₂-Fussabdruck.“
„Erneuerbare funktionieren nicht zuverlässig — ohne Fossile geht das Licht aus.“
verifiziert 3–0
Klassische Wissenschaftsleugnung („gibt’s nicht / sind nicht wir / ist nicht schlimm“) ist heute die seltenste Form der Fehlinformation. Seit ~2008 verschiebt sich der Diskurs von Leugnung zu Verzögerung — der Angriff gilt heute den Lösungen und der Glaubwürdigkeit von Wissenschaft. Darum sind hier beide Sorten vertreten.
12 Verzögerungs-Diskurse in 4 Strategien: Verantwortung umlenken · nicht-transformative Lösungen · Nachteile betonen · Aufgeben.
Lamb et al. 2020, Global Sustainability5 Super-Claims der Leugnung: findet nicht statt · sind nicht wir · nicht schlimm · Lösungen wirken nicht · Wissenschaft unzuverlässig.
Coan / Cook et al. 2021, Scientific Reports